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hold und mächtig? Das Bild der Mutter in den Kulturen

„Wunderschön prächtige,
hohe und mächtige,
liebreich holdselige
himmlische Frau ...“,

aus diesem Marienlied stammen die Leitworte der Ausstellung. Die Marienwallfahrt in Telgte gab auch den Impuls, im Jubiläumsjahr der Stadtgründung eine Ausstellung zur Mutter Gottes zu machen.

Doch die Ausstellung befasst sich nicht nur mit der Gottesmutter Maria, sondern schlägt einen weiten Bogen von Mutterdarstellungen aus vorchristlicher Zeit bis zu Müttern aus Afrika und Asien. Der Blick der attraktiv gestalteten Ausstellung richtet sich besonders auf die Darstellung von Kultfiguren, die mit Mutterschaft in Verbindung gebracht werden.

Die Besucher werden anhand von zwei Erzählsträngen durch die Ausstellung geführt: Die erste Geschichte erzählt von der biblischen Maria. Die Bedeutung und Verehrung der Gottesmutter Maria zeigt sich besonders in den zahlreichen Marienwallfahrtsorten. Die Ausstellung knüpft an dieser Stelle an die Wallfahrtsabteilung in der Dauerausstellung des Museums an.

Die bildlichen Vorstellungen zur biblischen Maria werden anhand von kostbaren Muttergottesikonen, Gemälden zum Marienleben sowie prachtvollen Marienbildern aus Kirchen und Museen gezeigt. Diese stehen in der Ausstellung im Dialog mit Gemälden zeitgenössischer und internationaler Künstler. Dadurch ergeben sich neue Impulse für das Verständnis der Mutter Gottes.

Auch unabhängig vom Christentum haben sich Mutter-Kind-Darstellungen entwickelt, die vor allem die bedeutende Rolle der Mutter als Garantin für den Fortbestand der Gesellschaft zeigen.

Die zweite Geschichte erzählt daher von der sogenannten Großen Mutter. An einigen Stellen berühren sich die Erzählungen. Die Vorstellung einer Ur- oder Allmutter ist in vielen Kulturen vorhanden. Man denke nur an die Vorstellung von Mutter Erde oder der Heiligen Mutter Kirche.

Die Große Mutter umfasst alle Formen weiblicher Gottheiten von Isis, Demeter und Aphrodite bis hin zur christlichen Mutter Gottes. Diese Zusammenschau von göttlichen Mutterfiguren und Muttergottesdarstellungen ist überraschend und spannend. Der Blick auf das Fremde und Unbekannte ermöglicht eine neue Betrachtung und Bewertung des Eigenen und Bekannten.

Am Anfang und am Ende der Ausstellung werden Fotos heutiger Mütter gezeigt. Mit diesen Bildern dringt das Ausstellungsthema in unseren heutigen Alltag ein und motiviert die Besucher, sich mit dem aktuellen Mutterbild zu befassen.

Für die Ausstellung wurden wertvolle und außergewöhnliche Leihgaben aus dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, dem Übersee Museum in Bremen, dem Ikonenmuseum in Recklinghausen, dem Forum der Völker in Werl, dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund, dem Gustav-Lübcke-Museum in Hamm und weiteren Museen zusammengetragen. Die katholischen Kirchengemeinden St. Georg in Saerbeck und St. Laurentius in Warendorf haben Madonnen zur Verfügung gestellt.

Schließlich wird die Ausstellung großzügig mit Exponaten aus der Kunstsammlung SØR-Rusche aus Oelde/Berlin unterstützt, aus der Gemälde niederländischer Meister stammen sowie Kunstwerke, die teilweise bereits auf der Documenta in Kassel zu sehen waren.

Annet van der Voort, www.annetvandervoort.com
Beza, Galerie Hübner + Hübner, www.galerie-huebner.de
Zofia Kulik, Galerie Zak | Branicka, Berlin, www.zak-branicka.com
Daniel Lezama, www.daniellezama.net
Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, www.eigen-art.com
und Galeria Hilario Galguera, www.galeriahilariogalguera.com
Brigitte Meßmer, www.brigitte-messmer.com
Annelies Štrba, Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, www.eigen-art.com
Hoda Tawakol, Produzentengalerie Hamburg, www.produzentengalerie.com

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Begleitband mit Beiträgen aus unterschiedlichen Disziplinen.

Die Ausstellung dauert vom 12. Mai bis 22. September 2013

Weitere Termine und Informationen zur Ausstellung:
Öffentliche Führungen
Pressestimmen zur Ausstellung
Flyer zur Sonderausstellung als PDF Flyer zur Sonderausstellung als PDF, 344 KB

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